Schornsteinfeger ko

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Forum der Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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03. September 2010, 14:16:36
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Joachim Datko: Für uns ist der Feuerstättenbescheid sachlich unnötig, es geht meiner Ansicht nach nur darum, dass die ab 1935 in Deutschland eingeführte Funktion eines Bezirksschornsteinfegers weiter Geld einbringt.
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Bayerische Eigentümerverbände ( Ulrike Kirchhoff, Vorsitzende des Eigentümerverbandes Haus & Grund Bayern )

"Die Neuregelungen erzeugen ein riesiges Bürokratiemonster, ..." Titel: Ein Schuss in den Ofen ; 16.11.2008 ; Süddeutsche Zeitung

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Autor Thema: Es geht also doch !!! ( Konkurrenz schon jetzt : Kooperation DE + AT )  (Gelesen 6596 mal)
Endres
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« am: 14. März 2009, 09:01:25 »

Gestern, am 13.03.09,
konnte ich in der Landesschau SWR BW
folgende Sendung sehen -
unbedingt anschauen !


http://www.swr.de/landesschau-bw/-/id=122182/did=4457616/pv=video/gp1=4613500/nid=122182/emhlsz/index.html


Wieder mal ein Lichtblick !   
Smiley

Administrator : Joachim Datko
Zitat (swr.de):

"Bis das Schornsteinfegermonopol am 1.1.2012 endgültig abgeschafft wird, dürfen Schornsteinfegermeister aus dem europäischen Ausland seit dem 1.1.2009 in Deutschland praktizieren und dem klassischen Bezirksschornsteinfeger Konkurrenz machen. Schornsteinfegermeister Wolfgang Frey aus Mengen im Kreis Sigmaringen hat sich nicht lumpen lassen und mit einem österreichischen Kamin- und Schornsteinfegerbetrieb einfach eine Firma gegründet, über die er nun im Revier seines ehemaligen Chefs die Kunden abwirbt - deutschlandweit offenbar als erster."
« Letzte Änderung: 14. März 2009, 12:47:12 von Joachim Datko » Gespeichert
Gerd aus Strausberg
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« Antwort #1 am: 15. März 2009, 00:09:23 »

Die Tätigkeiten der österreichischen Firma mit ihrem deutschen Angestellten, Schornsteinfegermeister Wolfgang Frey, ist pures Gift für die deutschen Bezirksschornsteinfegermeister. Frey könnte der erste Sargnagel sein, für die Beerdigung der Kehrbezirke in Deutschland. Wenn dieses Beispiel Schule macht, dann kommt Nagel auf Nagel und stetig wird das Werk vorangetrieben, nämlich der Sargbau für die Bezirksschornsteinfegermeister in Deutschland, für sie und ihre Kehrbezirke. Wenn es schnell geht, ist noch in diesem Jahr alles vollbracht. Die Fernsehsendung ist ebensolches Gift. Die Schornsteinfeger müssen einfach mit allen Mitteln dagegen vorgehen, denn jetzt ist ihre Existenz erst richtig bedroht, jetzt geht es um das nackte überleben. Ich glaube nicht, das man die Sendung noch lange im Internet finden wird, die Schornsteinfeger werden´s schon richten. Ich habe den Text der Sendung mitgeschrieben und werde ihn im nächsten Beitrag vollständig wiedergeben, dann kann er nicht verlorengehen!

« Letzte Änderung: 15. März 2009, 00:13:17 von Gerd aus Strausberg » Gespeichert
Gerd aus Strausberg
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« Antwort #2 am: 15. März 2009, 00:12:28 »

Nachfolgend der Text der Fernsehsendung:

Der Schornsteinfegerrebell aus Mingen in Oberschwaben, jungfräulich ist sein Werkzeug vor dem ersten Arbeitstag, kühn das vorhaben von Schornsteinfegermeister Wolfgang Frei.
“Was ist das für ein Gefühl”. “Woll´n wir mal sehen was dabei rauskommt”. Fünfzig Kunden hat er bereits für sich gewonnen. Alle im Bereich offizieller Bezirksschornsteinfeger. Sein erster Kunde Herman Pfeifer in Schier bei Sigmaringen:
“Warum werden Sie dem Bezirksschornsteinfegermeister untreu?”, fragt der Reporter den Kehrgebührpflichtigen. “Untreu”, antwortet der, “weil ich nicht zufrieden war.” Um das 2013 gültige Schornsteinfegermonopol zu umgehen, hat Frei sich einfach von einer österreichischen Firma anstellen lassen und will dort nun in den Revieren der Bezirksschornsteinfeger unter Berufung auf den freien Wettbewerb innerhalb der EU. “Es ist Zeit das die Verbraucher auch ein bisschen günstiger wegkommen. Und neue Zeit, Dienstleistung, es geht voran. “Rechnen Sie mit Gegenwind?” “Ja, der wird kommen, aber da blasen wir dagegen”. “Warnbriefe des Bezirksschornsteinfegermeisters sollten seine neuen Kunden verunsichern, doch Wolfgang Frei sagt, ich bin im Recht, bin billiger und mein Service ist besser. “Wir versuchen unsere Arbeit natürlich ein bisschen sauberer zu gestalten, kundennah, terminfreundlicher, auch von der Arbeitszeit her haben wir uns ein bisschen anders verhalten, so das auch berufstätige die Möglichkeit haben unseren Dienst abends von um 6 oder um 7 noch zu nutzen oder auch teilweise am Samstag. Es wird einfach eine richtige Dienstleistung. “Doch der dienstbeflissene Schornsteinfegerrebell könnte bald tief fallen, denn seinen ehemaligen Chefs zu Folge, verstößt er gegen das Schornsteinfegergesetz. Dieser Meinung ist zumindest Andreas Heuwer Innungsobermeister im Regierungsbezirk Tübingen. Wolfgang Frei habe das Gesetz falsch interpretiert und sich zu früh gefreut, denn die Freizügigkeit gelte in der Übergangszeit nur für echte EU-Ausländer. “Bis zum 01. Januar 2013 darf nur ein Bezirksschornsteinfegermeister oder ein Betrieb nach dem EU EWR Ausländerrecht hier arbeiten. Also ein Betrieb, in Deutschland, wie ihn der Herr Frei führt, darf definitiv nicht hier arbeiten.” Und wird das Landratsamt Sigmaringen als Aufsichtsbehörde den Schornsteinfegerrebell bremsen? (Manuel Zipperer vom Landratsamt Sigmaringen): “Das Landratsamt hat als Aufsichtsbehörde keine Bedenken gegen die Vorgehensweise. Die gesetzlichen Voraussetzungen sind erfüllt für die Tätigkeit des österreichischen Betriebes und seines deutschen Angestellten. Es wurde uns auch so vom Wirtschaftsministerium bestätigt, das für das Schornsteinfegerwesen zuständig ist.” Die erste Runde geht also eindeutig an den Schornsteinfegerrebellen und sein erster Kunde freut sich darüber, das sein Schornstein endlich geputzt wird. Sogar die Asche saugt der neue Schornsteinfeger weg. Kundenservice ist offenbar alles. (Schornsteinfegermeister Wolfgang Frei aus Mingen in Oberschwaben): “Wir gehen auf den freien Markt, denn Marktwirtschaft heißt freier Wettbewerb und, die wo jetzt eben zu langsam sind, die bleiben auf der Strecke und wir geben Gas”. Doch die Schornsteinfegerinnung hat bereits angekündigt, das sie den Rebellen aus Oberschwaben ausbremsen will. Möglicherweise ein Fall für die Gerichte.
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« Antwort #3 am: 15. März 2009, 00:14:57 »

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« Letzte Änderung: 15. März 2009, 00:17:04 von Gerd aus Strausberg » Gespeichert
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« Antwort #4 am: 05. April 2009, 00:07:06 »

Es werden immer mehr, die Schornsteinfeger mit großen Zielen, und der Gesang wird bang und bänger und der Hals wird lang und länger - für die ewig gestrigen.

Dank eines neuen Gesetzes will Bernd Mörk auf dem bundesweiten Energiemarkt mitmischen. Das neue Gesetz erlaubt Schornsteinfegern von 2013 an mehr Wettbewerb. Bernd Mörk aus Leonberg will nicht so lange warten. Mit Kollegen hat er die Firma „TEO“ gegründet und bietet Leistungen rund ums Thema Energie an. Die Innung schäumt über vor „nicht begeistert sein“.

Quellenangaben:

„Leonberger Kreiszeitung“

Thomas K. Slotwinski

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1912500_0_2147_schornsteinfeger-mit-grossen-zielen.html

Wir sind auf die Zukunft des Schornsteinfegerhandwerks vorbereitet.
Der Gesetzgeber in Deutschland hat eine Änderung der seit Jahrhunderten gewachsenen Struktur in den Schornsteinfegerleistungen beschlossen und lässt in Zukunft mehr Konkurrenz und ein breites Betätigungsfeld für innovative Schornsteinfegerbetriebe zu.

Bernd Mörk schreibt dazu in der oben genannten Zeitung:

Nach umfangreichen Vorarbeiten und Planungen habe ich mit anderen auf diese Änderungen reagiert und bin als RegioPartner der teo GmbH & Co.KG in der Lage in ihrem Sinne tätig zu werden und ihnen ein umfangreiches Leistungspaket zu bieten.

Quellenangabe:

http://www.schornsteinfeger-service.de/

Für Hausbesitzer war es ein fester Termin: Regelmäßig kommt der Bezirksschornsteinfeger vorbei, prüft, ob im Kamin und in den Heizanlagen alles in Ordnung ist, und geht dann wieder. Jahr für Jahr derselbe Mann, Jahr für Jahr dasselbe Ritual.

… doch damit ist in drei Jahren Schluss: Im Dezember wurde das sogenannte Kehrmonopol abgeschafft. Einer der vielen Schritte, um in Europa mehr Wettbewerb zu ermöglichen …

Damit sich die Scheindienstleistungsbetriebe auf diesen Umbruch vorbereiten können, dürfen deutsche Schornsteinfeger erst vom Jahr 2013 an das erweitere Aufgabenfeld beackern. Da allerdings das novellierte Gesetz schon seit gut vier Wochen in Kraft ist, können Schornsteinfeger aus dem EU-Ausland sehr wohl in Deutschland tätig werden. Ein Umstand, den sich Bernd Mörk zunutze machen will.

"Uns geht es darum, die sich durch die Gesetzesänderung ergebenden Potenziale sofort zu nutzen", sagt der 56-Jährige, der selbst 23 Jahre Bezirkschornsteinfegermeister in der Leonberger Innenstadt war. Denn eine dreijährige Übergangsfrist ist in seinen Augen nicht nötig. "Seit 2002 wissen wir, dass sich das System verändern wird", sagt Mörk. "Wir haben also sechs Jahre Zeit gehabt, um uns darauf einzustellen." Das hat er getan, gemeinsam mit Kollegen aus ganz Deutschland. "Wir haben oft zusammengesessen und überlegt, was wir tun können."

Das Ergebnis dieser Überlegungen: mit 80 weiteren Betrieben hat Bernd Mörk den als GmbH & Co. KG firmierenden Verbund teo gegründet. Die drei Buchstaben stehen für technische Energieoptimierung. Der Leonberger und seine Bundesgenossen wollen künftig die ganze Bandbreite der Möglichkeiten ausschöpfen …

Streng genommen dürfen die im teo-Verbund zusammengeschlossenen deutschen Betriebe mit diesen Leistungen jetzt nicht auf den Markt gehen, gilt doch die eingangs erwähnte Übergangsfrist bis 2013. Doch Mörk und seine Kollegen planen, Betrieben aus dem EU-Ausland Aufträge in Deutschland zu vermitteln: Der teo-Verbund kümmert sich um die Kundenakquise, die eigentlichen Arbeiten werden dann von einem ausländischen Unternehmen ausgeführt. Den deutschen Übergangsbestimmungen wäre Genüge getan.

Der in der Gleiwitzer Straße ansässige Unternehmer gibt zu, dass er mit dieser Strategie etliche Kollegen vor den Kopf stößt: "Wir gehen offensiv auf den Markt. Aber es ist ja eine wirtschaftlich spannende Zeit, in der niemand vor Konkurrenz gefeit ist." Dass im Altkreis Leonberg bisher keiner auf ähnliche Strategien gekommen ist, wirft er der Stuttgarter Innung vor: "Die hat die Kollegen viel zu wenig über die Möglichkeiten informiert."

Das sieht der stellvertretende Obermeister Erwin Schmidt anders: "Als Berufsverband waren wir bestrebt, eine Übergangsphase zu bekommen, weil wir für alle Mitglieder da sind. Für Herrn Mörk gilt offenbar aber nur das Motto Alle für einen, und zwar für ihn. Seine unternehmerischen Ziele können von der Innung nicht vertreten werden."

Große Zweifel, dass Bernd Mörks Geschäftskonzept aufgehen wird, hegt Alf-Dieter Beetz. "Das ist am Rande der Legalität. Da wird es Prozesse geben", sagt der Schornsteinfeger-Obmann des Landkreises. Der Grundfehler liegt für den Schornsteinfegermeister aus Waldenbuch schon im Gesetzgebungsverfahren: "Der Bund hätte gegen diesen offenkundigen Wettbewerbsvorteil für ausländische Betriebe klagen müssen." Dass er auf seinen Leonberger Kollegen sauer ist, will Beetz nicht verhehlen: "Er versucht mit Dumpingpreisen auf den Markt zu kommen und könnte damit etliche Betriebe in den Ruin treiben. Aber Herr Mörk hat sich schon immer als Grenzgänger hervorgetan."

Ein Vorwurf, den der so Gescholtene nicht auf sich sitzen lassen will: "Ich war 15 Jahre im Innungsvorstand, 22 Jahre im Meisterprüfungsausschuss und zehn Jahre Bundesvorsitzender der Arbeitnehmerorganisation im Schornsteinfeger-Handwerk. Niemand kann mir sagen, dass ich mich nicht für meinen Berufsstand engagieren würde." Dass es nicht im Vorfeld zu einem Dialog gekommen ist, daran sei die Innung selbst schuld: "Es gab keine Bereitschaft, sich mit uns auseinanderzusetzen." Befürchtungen, sein Konzept gehe nicht auf, teilt der wortgewandte Leonberger überhaupt nicht: "Wir sind etwas Neues. Wir besetzen nicht nur ein Gewerk, sondern alles." Bei solch selbstbewussten Worten wundert es nicht, dass Bernd Mörk seinen fünfköpfigen Personalbestand in diesem Jahr verdoppeln will.

Quellenangabe;

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1912500_0_2147_schornsteinfeger-mit-grossen-zielen.html
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