Siehe:
http://www.online-artikel.de/article/schornsteinfeger-tricks-30719-1.html(Online-Artikel.de) - Leider blieb die Einteilung Deutschlands in Bezirke für Bezirksschornsteinfeger aus der NS-Zeit erhalten.
1 Monopol-Tätigkeiten des "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers"
2 Schornsteinfeger-Tätigkeiten, die frei vergeben werden können
3 Schornsteinfeger auf der Suche nach Zwangsaufgaben zu Lasten der Bevölkerung
Das Schornsteinfegermonopol aus dem Jahre 1935 ist letztes Jahr modifiziert worden. Leider blieb die Einteilung Deutschlands in Bezirke für Bezirksschornsteinfeger aus der NS-Zeit erhalten. Es wird einen Bezirksinhaber ( bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger ) geben, der das Monopol auf bestimmte Tätigkeiten hat. Wir, die Sektion Bayern der Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfegermonopol, gehen davon aus, dass ein Großteil der Schornsteinfeger-Tätigkeiten bei moderner Heiztechnik unnütz ist.
1 Monopol-Tätigkeiten des "bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers":
* Feuerstättenschau, alle 3,5 Jahre (bisher 5 Jahre)
* Feuerstättenbescheid ausstellen, als Grundlage für die eigentlichen Schornsteinfeger-Tätigkeiten, die auch andere Schornsteinfeger ausführen dürfen
* neue Heizungen nach der Installation "begutachten"
Nur zwei Beispiele, der massiven Kritik an diesem System:
Die bayerischen Eigentümerverbände ärgert unter anderem der Bürokratie-Irrsinn. Die Neuregelungen erzeugen ein riesiges Bürokratiemonster ( SZ Titel: Ein Schuss in den Ofen ; 16.11.08 ).
Der Verband Deutscher Grundstücksnutzer e.V. trifft folgendes vernichtendes Urteil (13.08.08) : "Die gesamte Gesetzesnovellierung, zu der auch eine bundeseinheitliche Kehr- und Überprüfungsordnung – KÜO – gehören soll, ist darauf gerichtet, die seit über 70 Jahren in Deutschland bestehende staatliche Überwachung fast aller Gebäude und Wohnstätten aufrecht zu erhalten."
2. Schornsteinfeger-Tätigkeiten, die frei vergeben werden können
* Kehren von Kaminen
* Prüfen von Gas- und Ölheizungen
Es besteht die Gefahr, dass die Bezirksschornsteinfeger versuchen, den Wettbewerb in diesem Bereich zu verzögern. Ein Beispiel ist jetzt in der Schweiz bekannt geworden. Hoffentlich entgehen wir solchen Methoden ( Züricher Unterländer 02.10.09 "Feger mit schmutzigen Tricks" ).
3. Schornsteinfeger auf der Suche nach Zwangsaufgaben zu Lasten der Bevölkerung
Es besteht die Gefahr, dass die Schornsteinfeger weitere "Aufgaben" über ihre Lobby von Politik und Behörden auf Kosten der Bürger zugesagt bekommen. Die Stuttgarter Nachrichten brachten dazu am 16.10.08 eine Glosse von Rainer Wehaus auf der ersten Seite:
"Vorschornstein - Die Abschaffung des Kehrmonopols gerät zum Bürokratenwitz"
"Selbst das Stuttgarter Wirtschaftsministerium, das sich sehr für die Schornsteinfeger verantwortlich fühlt, weiß es nicht so genau. Sonst hätte es nicht den Verband der Haus- und Grundbesitzer nach einer Definition gefragt. Der zuckte allerdings auch nur mit den Achseln. Macht nichts, dachten sich die Beamten. Der Vorschornstein, was auch immer das ist, muss auch künftig gekehrt werden. Die entsprechende Landesordnung tritt demnächst in Kraft."