Schornsteinfeger ko

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Forum der Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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25.06.2017, 00:10
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JuLis (FDP)

"Tobias Nesemann: "Es ist höchste Zeit, dass man den monopolistischen Schornsteinfegerzwang inklusive der Kehrbezirke aus dem Dritten Reich abschafft. Der Staat dreht immer weiter an der Gebührenschraube und treibt somit mittelbar die Wohnungskosten für alle in die Höhe. So kann das mit der wachsenden Stadt nichts werden. Die vermeintlichen Glücksbringer in schwarz sind heutzutage nur noch Ausdruck wettbewerbsfeindlicher Abzocke.""
Siehe:
http://www.lokal-anzeiger-hamburg.de/zeige-artikel.php?id=00000793

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Autor Thema: Schornsteinfegers Lüge Betrug Empörung Irrtum  (Gelesen 17396 mal)
Gerd aus Strausberg
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« am: 03.07.2011, 20:04 »

Lüge, Betrug, Empörung, Irrtum … :

Die große Lüge:

Der eine fälscht Hitlers Tagebücher, ein zweiter und hunderte weitere unfähige Doktoranden  schreiben bei ihren Doktorarbeiten massiv ab, der vierte beteuert, niemand wolle eine Mauer bauen,  und der fünfte sagt wider besserem Wissen „alles in Ordnung“ und meint dabei die Heizungsanlage, die er gerade von außen begutachtet hat und von der er aufgrund seiner Erfahrung mit solchen Anlagen weiß, das sie im Störungsfall abschalten und er somit mit relativ gutem Gewissen sagen kann: „Alles in Ordnung“. Sinn dieser Aktion, deren Ausgang schon vorher bekannt ist und deshalb auch nicht länger als fünf Minuten dauert, ist die reichliche Füllung des Geldsacks des Schornsteinfegers. In fünf Minuten 70 Euro kassiert, das sind 840 Euro pro Stunde und das ganz ohne Gegenleistung. Die steckt sich der Bezirksfeger ein, lässt die Scheinarbeit für wenig Geld seinem Gesellen zukommen. Der nimmt das hin und hofft auf einen eigenen Kehrbezirk, um dann selber abzuzocken. Die Aufgabe des Bezirksschornsteinfegermeisters ist es, seinen Zwangskunden so schnell über den Tisch zu ziehen, dass der die dabei entstehende Reibungswärme als Nestwärme empfindet.

Der große Betrug:

In afrikanischen Wüstenländern gibt es „Regenmacher“, die mit viel Geschrei und Trommelwirbel dafür sorgen, dass das ausgedörrte Land mit Regen gesegnet wird. Die können das nicht wirklich, aber wenn sie Glück haben und es regnet kurz nach ihrem Woodoo Zauber, dann sind sie die Größten und kassieren ab, das ist Betrug. An den Autobahnen stehen die Rumänen, halten Autos an, indem sie eine Panne vortäuschen, um dann den gutgläubigen Helfern „Autobahngold“, das ist Messing in Ringform gebracht, als echte goldene Ringe mit eingedrücktem Stempel zu verkaufen. Die FDP hat betrogen, indem sie vor der Wahl, nur um Stimmen zu ergattern, massiv verbreitete: „Schornsteinfeger raus aus meinem Haus“ und „einen Kehraus beim Schornsteinfegergesetz“. Wahlveranstaltungen wurden abgehalten und die Wähler massiv an der Nase herumgeführt. Eine Veranstaltung in Berlin habe ich selbst besucht und war begeistert. Die FDP wagte es die Schornsteinfeger massiv anzugreifen, die auch in schwarzer Montur zahlreich vertreten waren und durch Zwischenrufe unangenehm auffielen.

Die große Empörung:

Niedersachsens Schornsteinfeger waren empört über die FDP - Aufruf zum Boykott der Wahlen durch die Schornsteinfeger - es ist zu einem Zwiespalt zwischen den Schornsteinfegern und Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) gekommen. Der Politiker möchte das Monopol der Schornsteinfeger aufheben. Stephan Langer, Sprecher der Schornsteinfegerinnung, sagte gegenüber dem NDR, dass man eine solche Aktion mit der Nicht-Wahl der FDP bestrafen sollte. In Niedersachsen sind 2.500 Schornsteinfeger ansässig, jeder von ihnen hat seinen eigenen Kehrbezirk und das soll nach Hans-Heinrich Sander nicht so bleiben.

Trotz aller Kritik wollten bis zur Entscheidung für die weiche Aushöhlung des Monopols der Scheindienstleister die wenigsten Bundespolitiker am Monopol rütteln. Kritik gab es fast nur von den Liberalen und das teilweise massiv. „Wir haben ja auch keinen Bezirkselektrikermeister, der als einziger in einem bestimmten Stadtteil Lampen aufhängen darf“, rügt der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen FDP-Landtagsfraktion, Gerhard Papke, die damalige Regelung. Im Bundestag forderte Birgit Homburger, Expertin für Bürokratieabbau der FDP-Fraktion, wiederholt „einen Kehraus beim Schornsteinfegergesetz“.

Der große Wahlbetrug:

Doch nach der Wahl dann Schweigen im Walde. Anfragen beantwortete man bei der FDP mit: „Es gab doch eine Änderung im Schornsteinfegergesetz …“, doch die war schon abgesegnet, bevor die FDP ihren Wahlkampfrummel gegen die Feger führte. Danach änderten sich die Stimmen bei der FDP massiv, hier einige der von der FDP abgelassenen Sprüche:
… Die Fachkompetenz der Schornsteinfeger als Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte gerade im Zusammenhang mit unseren ehrgeizigen Klima- und Umweltschutzzielen ist nach wie vor unverzichtbar (FDP) …
… Durch technische Entwicklungen und auch durch einen sich verändernden Energiebedarf eröffnen sich permanent weitere Betätigungsfelder für das Schornsteinfegerhandwerk (FDP) …
… Der Beruf ist hochmodern und anspruchsvoll (FDP) …

Der große Irrtum:

Der eine irrt sich indem er sagt, dass die Mauer noch in hundert Jahren stehen wird, andere sprechen vom Tausendjährigen Reich, dass dann nur zehn Jahre hielt, wieder andere denken, dass ihre Atomanlagen sicher sind und keine Gefahren drohen, oder man denkt, das ihre Monopolstellung noch hundert Jahre anhält. Letzteres ist noch nicht ganz gekocht, aber schon im richtigen Topf. Selbst die Feger wissen, dass in einigen Jahren Kehrbezirke frei werden und niemand will sie haben, was dann wohl das endgültige Ende des Monopols bedeuten könnte.

Die goldenen Lügen-Regeln:

Die Journalistin Birgitt Weidt hat vor einigen Jahren "Zehn Regeln zum Lügen" veröffentlicht. Da stellt sie zum Beispiel fest: Nicht jeder kann lügen, wer Angst hat, erwischt zu werden, sollte es lassen. Lügen müssen gut vorbereitet sein, sie sollten nicht zu kompliziert werden, ein plausibles Fundament haben und ohne schauspielerisches Talent werdet ihr scheitern. Wenn ihr fertig gelogen habt: Haltet jetzt bloß die Klappe und verratet niemandem von eurem Münchhausener Meisterwerk. Übrigens ein Tipp an alle, die sich beim Lügen erwischen lassen, jetzt bleibt nur noch eins: charmant und aufrichtig beichten, nicht so wie Herr Ex-Doktor Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg  alles abstreiten. Das könnte Kopf und Kragen retten.

http://www.sputnik.de/popkultur/zusammenleben/die-grossen-luegenbarone-der-geschichte

Andere Quellen:

http://www.shortnews.de/start.cfm?id=519128
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twmueller
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« Antwort #1 am: 04.07.2011, 19:28 »

Interessante Darstellung des politischen Aspekts des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts.

Leider wird an diesem Beispiel die Handlungsunfähigkeit unserer Politik überdeutlich. Vollmundigen Ankündigungen VOR der Wahl folgt dann regelmäßig geordnetes Zurückrudern NACH der Wahl. Das ist jedoch keineswegs nur bei der FDP der Fall. Sobald eine Partei in die Regierung kommt und somit tatsächlich etwas ändern könnte, werden die markigen Worte des Wahlkampfs schnell relativiert.

Wer traut denn unseren PARTEI-Soldaten tatsächlich noch eine SACHGERECHTE Politik zu? Es gibt doch haufenweise Beispiele, dass Partei- und Karriere-Interessen IMMER Vorrang vor der VERNUNFT haben. Der Verbandsvertreter mit dem Spenden-Scheckbuch ist halt in Berlin viel näher als der einfache Bürger im Wahlkreis.

Das Schornsteinfeger-SONDER-Recht ist sicherlich ein ziemlich deutliches Beispiel für die Reformunfähigkeit unserer "Volksvertreter". Dass der BUND für Gesetze zum Zweck der Öffentlichen Sicherheit nach Grundgesetz (Art. 70 ff. GG) eigentlich überhaupt nicht zuständig ist, wird zugunsten einer Lobby-Gruppe schlicht übergangen. Dass die Vermischung handwerklicher und hoheitlicher Tätigkeiten jedem Grundsatz von "Gewaltenteilung" widerspricht und verwaltungsrechtlich wegen der Besorgnis der Befangenheit überhaupt nicht zulässig ist, will die Politik einfach nicht sehen. Hauptsache an den historischen Strukturen wird nichts wesentliches geändert. Und was unsere Parlamentarier vom Gleichheitsgrundsatz der Verfassung (Art. 3 GG) halten, wird sichtbar, wenn für FÜNF Jahre Übergangszeit, zwar EU-Handwerker in Deutschland arbeiten dürfen, deutsche Meisterbetriebe jedoch vom Bürger abgehalten werden. Ich nenne dies INLÄNDER-DISKRIMINIERUNG. Der Schornsteinfeger aus Griechenland oder Portugal, der vielleicht kein Wort deutsch spricht, darf Fegerarbeiten ausführen, der Schornsteinfegermeister aus Hamburg. Frankfurt oder München jedoch nicht! Was hat das noch mit "Öffentlicher Sicherheit" zu tun? Das ist PROTEKTIONISMUS PUR!

Es wird Zeit, sich einmal Gedanken zu machen, wie das grundsätzliche politische System überarbeitet werden müsste, damit Parteiinteressen mehr in den Hintergrund gedrängt werden können. Die Bürger haben ein Anrecht darauf, dass die "gewählten" Volksvertreter sich am GEIST DER VERFASSUNG orientieren und SACHGERECHTE RECHTSNORMEN (Gesetze und Verordnungen) verabschieden.

Aber nach dem doppelten Salto in der Atompolitik bleibt dem Bürger immerhin die Hoffnung, dass ein politischer Blödsinn von gestern vielleicht doch morgen noch berichtigt werden könnte.

Im Bereich des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts hätten es unsere BUNDES-Politiker besonders einfach. Das Schornsteinfeger-Handwerks-Gesetz nebst BUNDES-KÜO schlicht und einfach ERSATZLOS STREICHEN. Sofern tatsächlich Bestimmungen zur Sicherheit von Feuerstätten oder Heizungsanlagen notwendig sind, müssen diese auf LANDESEBENE in NEUEN SICHERHEITSGESETZEN (berufsneutral) beschlossen werden. Sicher würde man nach dem Wegfall des Schornsteinfeger-SONDER-Rechts jedoch schnell feststellen, dass weder halb Deutschland abbrennt, noch dass Bürger reihenweise an CO-Vergiftung versterben. Und wer Russablagerungen in seinem Schornstein entfernen lassen will schaut in das Branchenbuch und beauftragt einen Handwerker seiner Wahl und seines Vertrauens. Und Deutschlamd spart jährlich über 1 Milliarde Euro für überflüssige Scheindienstleistungen.
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Thomas W. Müller
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Mail: post@sfr-reform.de
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P.S. Ich freue mich über jeden persönlichen Kontakt !
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