Schornsteinfeger ko

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Forum der Interessengemeinschaft gegen das Schornsteinfeger-Monopol Sektion Bayern
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28.11.2014, 14:02
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Schornsteinfeger von Beamten im Privathaus erschlagen!
http://www.bild.de/BILD/regional/hannover/dpa/2010/01/21/schornsteinfegermoerder-muss-in-psychiatrie.html
"Er habe ihn für einen «Sendboten der Verschwörung» gehalten und ... getötet. Der Mann werde sicherlich sehr lange in der Klinik bleiben müssen, sagte die Vorsitzende Richterin Jutta Albert in der Urteilsbegründung."

Der Klinikaufenthalt belastet uns alle mit extrem hohen Kosten, der Mann könnte heute noch als Beamter arbeiten, wenn die nationalsozialistische Regierung nicht auf Wunsch der Schornsteinfeger ab 1935 deutschlandweit Bezirksschornsteinfeger eingeführt hätte.
http://www.welt.de/multimedia/archive/00557/1mai_schornsteinfeg_557725p.jpg

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Autor Thema: Wie oft kehren ?  (Gelesen 6418 mal)
Andreas
Gast
« am: 01.05.2007, 11:56 »

Hallo,

ich habe seit einiger Zeit Schwierigkeiten mit dem Bezirksschornsteinfeger.
Vielleicht könnt Ihr mir da einen Tip geben ... ?

Seit ca. 1980 ist ein Kaminofen im Wohnzimmer. Da wir überall Nachtstromspeicheröfen haben, ist dieser Ofen hauptsächlich eine Zierde, weniger ein Gebrauchsgegenstand.
Er wird nur ca. 5 – 10 mal im Winter für ein paar Stunden in Betrieb genommen,  wenn Gäste da sind.
Ca. 20 Jahre lang wurde der Kamin 1x pro Jahr gekehrt, ohne irgendwelche Probleme.
Dann hat ein anderer Schornsteinfegermeister unseren Bezirk übernommen und als erste Amtshandlung erstmal das „Ausschlagen“ des Kamins wegen Kaminbrandgefahr angeordnet.
Das wurde dann auch von Ihm ausgeführt. Das jährliche Kehren wurde zunächst weiter ausgeführt.

2 Jahre später sollte Kamin erneut ausgeschlagen werden  !?!?!?
Ich habe mir die Situation zeigen lassen und mir wurde an der Öffnung sog. „Glanzruß“ gezeigt.
Dieser stammte jedoch nicht von 2 Jahren Minimalgebrauch, sondern wurden vor 2 Jahren beim Ausschlagen nicht entfernt.
Dies wurde dem Meister mitgeteilt.
Im Jahr darauf  wurde (natürlich) wieder festgestellt, dass der Kamin ausgeschlagen werden muß.
Dagegen habe ich mich gewehrt, was zur Folge hatte, dass das Kehrintervall nun seitens des Meisters auf 2x Jährlich festgelegt wurde.
Frühling und Herbst, wobei dazwischen der Kamin überhaupt nicht benutzt wird.

Laut KÜO des Landes NRW ist bei SELTEN gebrauchten Feuerungsanlagen 1x jährlich zu kehren.

Ich habe meine Argumente dem Meister freundlich unterbreitet, ernte jedoch nur Lügen, wie : „Die Versicherung schreibt jetzt 2x Kehren vor, weil es in letzter Zeit sehr häufig Kaminbrände gab“ oder : „ 1x kehren ist nur bei Ferienwohnungen erlaubt“, oder „Nur bei offenen Öfen, möglich.“  (Mein Ofen kann sowohl offen (mit Funkenschutz) als auch geschlossen betrieben werden).

Meine Argumente habe ich Ihm schriftlich zukommen lassen. Antworten seinerseits erfolgten ausschließlich telefonisch, so dass ich nichts in der Hand habe.

Daraufhin bin ich beim Bau-Aufsichtsamt, (beim Vorgesetzten des Bezirksschornsteinfegermeisters) vorstellig geworden, und habe ihm das Gleiche wie euch hier erzählt.
Er sagte mir, dass er die Angelegenheit „prüfen“ wolle. Nach einiger Zeit sagte man mir, dass alles so seine Richtigkeit hat.!?!?

Da der zuständige Beamte sich nicht hier vor Ort ein Bild gemacht hat, fragte ich, wie er denn zu dieser Erkenntnis gekommen sei ..
Seine Antwort : „… ich habe mit dem zuständigen Schornsteinfegermeister gesprochen !“   ????????
„ … Wenn der meint, er müsse 2x fegen, dann hat das seine Richtigkeit so !“

Das ist doch keine Objektive, unabhängige Einschätzung der Lage !!!!
Wo leben wir denn hier ?

Nach welchen Kriterien wird festgelegt, wir oft „selten“ ist ?  (2x kehren wäre :“gelegentlich“)
Ich möchte wieder auf 1x kehren pro Jahr zurück.
Gibt´s die Möglichkeit, sich noch an eine andere Stelle zu wenden  ?

Gruß Andreas
« Letzte Änderung: 01.05.2007, 13:12 von Joachim Datko » Gespeichert
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Gast
« Antwort #1 am: 01.05.2007, 14:32 »

Halt deinem Feger den §6 eurer KÜO unter die Nase und fordere ihn auf, sein Verlangen SCHRIFTLICH zu begründen. Das hat er zu machen. Wenn Du dich telefonisch abspeisen läßt, bist Du selber schuld.
Wenn er das nicht macht, beschwere dich beim Regierungspräsidium. Die sind für personelle Konsequenzen gegen den Feger zuständig. Fordere dort dann ausdrücklich, daß Du dem Bezirk eines anderen Fegers zugeteilt wirst, da der jetzige dich offensichtlich schikaniert und ohne fachliche Begründung zusätzlich kassieren will.
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Andreas
Gast
« Antwort #2 am: 01.05.2007, 23:42 »

Danke für die Antwort.

Ich habe ihn bereits gebeten, mir eine schriftliche Begründung zu geben.
Daraufhin erfolgte wieder ein Anruf mit der Standardantwort, dass 2x kehren von jetzt ab (nach seiner Ansicht) nötig sei, um einem Kaminbrand vorzubeugen.
Ich habe mehrfach angefragt, wie im Gebrauch "SELTEN" definiert ist, jedoch darauf keine Antwort erhalten. Der Meister redet selbst immer von "gelegentlichem" Gebrauch und das die 2. Kehrung KEINE Zusätzliche ist, sondern eine Reguläre.
Und er müsse mir gegenüber auch nichts nachweisen... Er könne das frei bestimmen ...
In §6 der KUO NRW steht, dass auf Antrag die Aufsichtsbehörde entscheidet.
Da war ich schon ! (Bauaufsichtsamt) Dort sitzt der Vorgesetzte.
Ich habe dort mein Anliegen schriftlich und persönlich vorgetragen.  Man hat sich dann "informiert" (allerdings nur beim BezirksSchornsteinfeger !!) und dann gesagt, das sei alles richtig so.
Niemand war vor Ort, niemand hat sich die Sache mal angeschaut oder Messungen vorgenommen.

Wie kann ich denn an das Regierungspräsidium herantreten, um eine Zuteilung zu einem anderen Bezirk zu erwirken ?

Gruß Andreas
« Letzte Änderung: 01.05.2007, 23:46 von Andreas » Gespeichert
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Gast
« Antwort #3 am: 02.05.2007, 10:49 »

In § 6 eurer KÜO steht auch: (Zitat) "Der Bezirksschornsteinfegermeister hat zusätzliche Kehrungen, Überprüfungen bzw. Kohlenmonoxydmessungen gegenüber dem Grundstückseigentümer -auf Verlangen schriftlich - zu begründen." (Zitat Ende)

Wenn Du nicht die Konsequenz aufbringst, nachweisbar auf schriftlich zu bestehen (er will ja schließlich zusätzliche Kehrungen einführen) und das auch durchzudrücken (Kannst ihm ja androhen, die Sache andernfalls durch die Instanzen zu treiben) ist alles weitere zum Scheitern verurteilt. Erst wenn Du schriftlich was in der Hand hast, kann man entscheiden, ob und wie es sich lohnt dagegen vorzugehen. Ein Kampf wird es auf jeden Fall und Rückgrat wirst Du auch brauchen.
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Andreas
Gast
« Antwort #4 am: 03.05.2007, 01:43 »

Er wurde schriftlich und fernmündlich gebeten, schriftlich Stellung zu nehmen. Ist bisher nicht erfolgt.
Auf direkte Fragen wird ausgewichen und mit aus der Luft hergeholten Floskeln reagiert, deren Wahrheitsgehalt ernsthaft bezweifelt werden kann.
Der weiß, was der am Telefon für einen Unsinn erzählt und es ist mir völlig klar, dass er  diese (mündlichen) Aussagen nie schriftlich verfassen wird, da sie jeglicher nachvollziehbarer / nachprüfbarer Grundlage entbehren (wie sich immer erst später herausgestellt hat).

Ebenso die nächste Instanz. Der direkte Vorgesetzte beim Bauaufsichtsamt.
Der soll sich ja über die Lage beim Schorni informiert haben....
ANGEBLICH wurde der Shriftverkehr schon entsorgt ... ?
(Wenn es denn je einen gegeben hat...) 
Auch von diesem Herrn war keine schriftliche Erklärung in irgendeiner Form zu bekommen.

Zitat : "Damit ist für mich die Angelegenheit beendet. Wenn Sie noch andere Stellen wissen, an die Sie sich wenden können, dann können Sie das gerne tun ...)

Ich denke, nur ein Anwalt wird die Beiden zu einer schriftlichen Äußerung bringen.
Dann fehlt immer noch die Einschätzung eines unabhängigen Gutachters.
Weil DIE BEIDEN halten zusammen.

Ich werd´s mal mit dem Regierungspräsidium versuchen.
Wenn ich da auch nicht weiterkomme, dann bleibt mir nur zu hoffen, dass dieses Monopol möglichst bald fällt.

Gruß Andreas
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Gast
« Antwort #5 am: 03.05.2007, 09:18 »

Dann würd ich an deiner Stelle mich ausdrücklich drüber beschweren, daß der Feger seine Forderungen entgegen § 6 nicht schriftlich niederlegt und dir damit die Möglichkeit abschneiden will den Rechtsweg zu beschreiten. Erfahrungsgemäß führen derartige Formalien am ehesten zum Erfolg.

Als Anschrift einfach Regierungspräsidium (Adresse) als Aufsichtsbehörde für das Schornsteinfegerwesen. Die wissen dann schon, wer der zuständige Sachbearbeiter ist.
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Löschknecht
Gast
« Antwort #6 am: 14.05.2007, 16:07 »

Hallo Leute !!!

BESUCHER hat recht: Bestehe auf eine schriftliche Begründung der "mehr"-Kehrung und ziehe danach einen Gutachter zu Rate. Dann wird der Bezirksmeister gezeigt bekommen, ob er immer noch der "Herr über Leben und Tod ist"  ;)

MfG

Der Löschknecht

ps.: Ein schlagendes Argument für die Frage an den BSM ist auch: Wieso muss bei gleichgebliebenem Heizverhalten die Häufigkeit der Kehrung erhöht werden???
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